Zwischenbilanz 20.02.2016

Phileas Fogg reiste in 80 Tagen einmal um die Welt und erlebte viele Abenteuer in vielen fremden Ländern und Kulturen. Er war ein Pünktlichkeitsfanatiker und viele Dinge des Tages hatten seinen festen Ablauf, was natürlich auf seiner Reise völlig durcheinander kam!

Auch wir haben nun 80 Tage “Bauen” hinter uns. Wir haben Baumärkte, Küchenstudios, Möbelhäuser, Badstudios, Fliesenstudios und gaaanz oft unser Endziel besucht. Das mit der Pünktlichkeit geht bei uns ebenfalls Schlag auf Schlag,  seit 2. Dezember 2015 jagt ein Handerwerker den nächsten und Gewerke machen Staffellaufen… Nicht das uns das stören würde, aber so ziemlich jede Woche kommt neues hinzu und das binnen weniger Tage… Town & Country hat einen straffen Zeitplan, zumindest unser Town & Country Partner, Taunus Hausbau GmbH aus Usingen. Und oft ist es der Satz, den ich in den letzten 2 Monaten mindestens 2-3x die Woche gehört habe .”ja, hätten Sie denn mal Zeit jetzt auf die Baustelle zu kommen?”

Mein glückseliger Gatte hat kein Empfang bei seiner Arbeitsstelle…

Bisher sind wir auch von bösen Überraschungen verschont geblieben und noch so mit allem “im Plan”.

Wir sind gespannt auf die nächsten zwei Monate! Wir halten Euch auf dem laufenden..

 

 

Elektroplanung – elektrisierend…

Nun hatten wir die Elektroplanung als nächstes auf der Liste. Es ist im Grunde alles drin im Standard, aber auch nicht mehr. Insgesamt sind es 38 Steckdosen bei uns und die Dosen für WM / WT und die Dosen für E Herd / GSP / DAH / KS sind noch dabei. Ebenso Antennenkabel für bis zu vier Anschlüßen. Jedes Zimmer hat seinen eigenen Stromkreis und Dosen für den BO z.B. sind extra gesichert.

Dann mal zu den Extras…

Zusätzlich zu der einen Aussensteckdose, die für gewöhnlich an der Terasse ist, haben wir noch an der Kopfseite, nähe Zisterne und eine direkt am Eingang. Sogenannte “Dekodose” 😉 Dazu kommen noch ein Anschluß für eine zweite Außenlampe mit Bewegungsmelder, der wiederum auch zu- oder abschaltbar ist. Alle Aussensteckdosen werden an zwei Stellen an-ausgeschaltet.

Die spätere Garage/Carport/Gartenhaus-Anlage haben wir mit einer Leitung 400 V, 16A und separater Absicherung bedacht. Es soll damit möglich sein, auch größere Geräte anzuschließen ohne etwas zu riskieren.

Der Flur erhält einen Unterputz Bewegungsmelder für zwei Wandauslässe. Das ermöglicht es uns, nachts ohne Schalter mal fix vom Schlafzimmer ins Bad oder Wohnzimmer oder umgekehrt zu watscheln. Auch für den großen Einkauf mit zwei vollen Händen ganz praktisch.

Elektroplan

Im Hauswirtschaftsraum sind die Dosen für Waschmaschine und Trockner vorgesehen. Das haben wir um eine für einen Gefrierschrank ergänzt. Zusätzlich noch eine “Staubsaugerdose”. Ebenso laufen hier 7 CAT7Kabel zusammen.

Das Bad bekommt neben dem Standarddeckenauslass noch einen für einen Spot direkt über dem Duschbereich. Beides separat von aussen schaltbar. Da wir auf die Badewanne verzichten und stattdessen später eine Infrarotsaune in diese Ecke stellen möchten, kommt hier noch eine Dose mit separater Sicherung dazu.

Das Wohnzimmer hat im Standard schon recht viele Steckdosen vorgesehen, von daher kommen nur zwei weitere dazu. Sieben Steckdosen haben wir allerdings schon allein im TV-Bereich geplant, zusätzlich mit einem An-AusSchalter, um die Standby-Lichter ebenfalls vom Strom zu trennen.

In die Küche kommen auch zwei Deckenauslässe, da hier noch ein Essbereich geplant ist. Die Lampe für den Arbeitsbereich haben wir uns so vorgestellt:

LED Deckenleuchte 14,5 Watt - 1000 Lumen - 3200 KelvinZusätzlich kommen noch Dosen für Dampfgarer, Mikrowelle und eine Beleuchtung über den Hochschränken. Steckdosen für den Arbeitsbereich, Dekodose und Staubsaugerdose waren im Standard enthalten.

Das Gästezimmer haben wir mit drei Netzwerkdosen ausgestattet, da dort zwei PCs angeschlossen werden und gegenenfalls später ein TV Gerät angeschlossen wird. Eine Doppelsteckdose zusätzlich.

Auch im Schlafzimmer haben wir eine Netzwerkdose für TV ausgewählt. Auf einen mittigen An-AusSchalter für das Deckenlicht haben wir verzichtet und stattdesen auf jeder Seite einen solchen Schalter setzen lassen. Folgende Überlegung stand dahinter; tauscht man sein Bett und bekommt ein höheres Kopfteil, so kann es sein, das der Schalter zugestellt wird. Den Kleiderraum haben wir auf 2,35m mit zwei Steckdosen für die Schrankbeleuchtung ausgestattet, mit einem An-AusSchalter versehen.

Den Wandauslass für die Terassenbeleuchtung haben wir in drei Auslässe für Spots im Gesims getauscht.

Die Dekodosen befinden sich jeweils in direkter Türen/Fensternähe auf der Seite. So spart man sich den Verlängerungskabelsalat bzw. kann man ihn auf ein Minimum beschränken.

Und zu Guter letzt, wenn der Elektriker da war und hat seine Schlitze gemacht und Dosen gesetzt, dann macht Euch von alledem Fotos. Falls ihr später irgendwo bohren wollt, und seid Euch nicht sicher, dann habt ihr diese Fotos. Auch wenn bei guter Verlegung der Verlauf logisch sein sollte.

P1020885 Kopie P1020881 Kopie P1020875 KopieInsgesamt waren es zusätzlich

17 Steckdosen
2 Aussensteckdosen
7 Netzwerkdosen
Erdung für SAT Anlage
3 Dosen + Kabel für Garagen
1 UP-Bewegungsmelder
1 Kontrollschalter inkl. Auslasse und Steckdose im Dachboden
An-AusSchalter für Standby im TV Bereich
diverse Kreuzschaltungen für Deckenauslässe

Die Öffnungen werden verglast und die Feuerstelle eingerichtet.

Ende Januar wurden dann die Fenster eingesetzt. Das war in einem Tag erledigt, abends hatten wir schon 5 Fenster und 2 bodentiefe Fenster und die bodentiefe Fensterfront mit zweiflügeliger Tür und einem festen Element sowie die Haustüre eingesetzt bekommen. Dazu an den Fenstern die ausgewählten Fensterbänke und die Rolladenkäsen.

Was wir gesehen haben, war einfach, das die Einarbeitung für uns als Laien sauber und ordentlich erfolgte. Alle Türen und Fenster gingen leicht auf und zu und fielen nicht von alleine in die ein oder andere Richtung. Auch das Produktionsjahr 2015 war in den Elementen aufgedruckt.

P1020837 Kopie IMG_20160131_113535 KopieDas zweite, was in dieser Woche passierte, war der koordinierte Einbau des Edelstahlkamins für das Wohnzimmer. Da das eine Bauleistung unsererseits beraf, mussten wir das alles entsprechend selbst planen. Zunächst musste der Kaminbauer vom letzten Termin im November “reaktiviert” werden und möglichst schnell in die nun örtlichen Gegebenheiten eingewiesen werden. Die Fragen seinerseits wurden dann in einem gemeinsamen Termin vor Ort mit den Dachdeckern geklärt und tatsächlich nur zwei Tage später waren die Zu- und Abluftlöcher gebohrt und der Edelstahlkamin aussen aufgesetzt. Der Kaminbauer hat auch das weiter benötigte Material gleich da gelassen. Lt, unsererm Bauleiter war das auch qualitativ gutes Material. Die Dachdecker waren so freundlich und haben für uns das Loch durch den Gesims gebohrt, das Rohr durchgeführt und mit den beiden Drahtseilen zusätzlich am Dach befestigt.

Insgesamt sind wir zufrieden und stolz, das das alles so reibungslos geklappt hat. Der Kaminkehrer konnte sich auch vor Ort über unser Vorhaben informieren.

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Vier Wände und ein Dach

Nun waren die Maurer fleißig und haben innen auch die Mauern zwischen den Zimmern hochgezogen und wir sind beruhigt, denn es gibt ein völlig anderes Bild, wenn man schon Zimmer erkennen kann und ihre Größe er”leben” kann. Da dann auch der Ringpanzer erstellt wurde und trocken war, kam das Gerüst:

20160108_144306 KopieAm 11.01.16 kamen ein Kran, die Holzträger von Schnurr, die Dachdecker und Zimmermeister und zum Glück der Sonnenschein! Binnen einen Tages war das Holzwerk angebracht und schon teilweise mit Folie belegt. An den darauffolgenden Tagen wurde das Dach komplett mit Folie bedeckt und Ziegel angebracht. Gerade richtigt für den einwöchigen Wintereinbruch mit Schnee und Glätte.

P1020790 Kopie P1020803 Kopie P1020807 Kopie P1020812 KopieNach dem zweiten Besuch unserer Baubegleitung wurde eine gute und ordentliche Ausführung der Dacheindeckung/Dämmung bescheinigt. Wie man auf dem letzten Bild sieht, ist auch schon die Aussendämmung in Arbeit.

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Küchenkauf

Für die Planung der Küche sollte man sich ausführliche Gedanken um Bewegungsabläufe, Arbeitsflächen, sinnvolle Anordnung der Geräte (z.B. Höhe und Platzierung) sowie auch Stauraumplanung und Nutzung machen.

Überlegt Euch gut, wo ihr Steckdosen benötigt, welche Geräte immer angeschlossen sein sollen, welche nur temporär genutzt werden. Welche Geräte sollen eventuell zukünftig noch angeschafft werden? Soll Internet Einzug in die Küche halten, z.B. für den Kühlschrank. Ebenso wichtig ist die Planun Eures Stauraumes. Schaut Euch Eure Schubladen an, was ist alles drin, wo soll es hin in der neuen Küche, wollt ihr etwas verändern? Gewürze in Schubladen oder Regalen?

Wir haben insgesamt 6 verschiedene Anordnungen geplant, immer wieder umgeworfen und angepasst, offen, halboffen, im G, Zweizeiler, L-Form usw.

Grundsätzlich haben wir uns dann für eine geschlossene Variante entschieden, allerdings ohne Tür, sondern mit einer deckenhohen Öffnung mit 1,20 m Breite zum Wohnbereich. In der Küche wird auch der Essplatz sein, erstmal für 4 Personen, bei Bedarf für bis zu 8 Personen, wenn es dann auch in einem “gemütlichen” Rahmen.

Dafür haben wir die Breite der Küche von ursprünglich 2,50 m auf 2,80 m vergrößert, sonst wäre es tatsächlich zu eng geworden. Für eine Familie mit Kindern, Menschen mit viel Besuch zum Essen oder gemeinsames Kochen mit Freunden ist der Platz dann doch zu gering. Da wir nur zu zweit sind und weniger oft Besuch haben, ist die Entscheidung so gefallen.

Sehr hilfreich in diesem Zusammenhang war der Besuch des Küchenforum. Auch außerhalb der Foren findet man viele Tipps und Bilder von fertiggestellten Küchen. Auf jeden Fall eine “Pflichtlektüre” für jeden, der vor der Herausforderung des Küchenkaufs steht und möglichst das Optimum heraus holen will.

Wir haben mehrfach zwei Möbelhäuser besucht, eines davon ein Discounter, waren in einem Küchenstudio eines Baumarktes und hatten einen Berater von Küchen-Quelle bei uns. Insgesamt waren wir ca. 35 Stunden mit Planungsgesprächen verbracht ohne die Stunden, die wir zu Hause mit Skizzen, Recherchen usw. beschäftigt waren.

Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, das viele Küchenfachberater nur “einfach” planen,  nach einer Vorgabe des Kunden. Lediglich einer hat uns tatsächlich sinnvolle und nachvollziehbare Verbessungsvorschläge gemacht.

Nun bekommen wir eine L-Küche mit ausreichend Platz für einen Esstisch für 4 Personen auf 12 qm. Eine Schüller Pienza in weiss, APL Farbe noch offen, ohne Hängeschränke. Hier schon mal die Pläne, Bilder werden nachgereicht!

Hochschränke Zeile

 

 

 

Die Maurer schwingen die Kellen

Da die Bodenplatte innerhalb kurzer Zeit soweit getrocknet war, das auch die Mauerer ihren Part nun beginnen konnten, ging es mit Außen- und Innenwänden noch vor Weihnachten los! Wir waren wieder mal überrascht, als wir nach dem Gießen der Bodenplatte an unserem Grundstück vorbeifuhren und da plötzlich einiges an Material rumstand. Ebenso das auch alles super mit dem Baustrom klappte! Der Stromkasten wurde wie gewünscht beim Nachbarn angeschlossen und nach Vorgabe das Kabel um die befahrenen Flächen gelegt und angeklemmt. 20151217_150242 KopieP1020734 KopieP1020738 KopieP1020747 Kopie

Die Bodenplatte

Kaum waren die Erdarbeiten erledigt und auch der Wasseranschluß im Boden, kam die Bodenplatte am 16.12.. Folie, Gitter und Holzrahmen, Erdungs”blech”, alles wurde fristgerecht erstellt und dann gegossen.

20151214_145855 Kopie 20151215_152026 Kopie 20151216_132610 KopieUnd wenn man dann mal vor dieser Bodenplatte steht, bekommt man den Eindruck…”alles zu klein”. Wie soll da alles reinpassen? Zimmer, Möbel, Küche usw. Es sei allen zukünftigen Bauherren versichert: das sieht nur so aus! Mit voranschreitenden Arbeiten mit Rohbau und Dach erhält der flache Grundriss auf Papier die Lebendigkeit, die Räumlichkeit.

Viel passiert…fangen wir an!

Leider können wir uns erst jetzt wieder melden. Es ist viel passiert seit Ende November. Im Dezember wollten wir das alles schon einstellen, doch leider fiel ich die Kellertreppe und hatte den rechten Arm im Gips und Verband und mein Mann hat sich sehr liebevoll um mich gekümmert. Dann stand noch unser Umzug am 19.12. ins Haus, den wir mit unseren tollen Nachbarn auch ruck-zuck geschafft haben. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an Euch und Matthias beim “Resteschleppen” :-)!

Pünktlich zum Termin am 02. Dezember 2015 wurde die Erde bewegt… auf unserem Grundstück natürlich nur. Ein großer Bagger hob Schaufel für Schaufel aus und schon nach einem Tag war da ein großes Loch im Boden. Unsere Bedenken, wir lägen dann zu tief mit dem Haus waren dann jedoch überflüssig. Die Begradigung der Fläche, der Schotter die Bodenplatte usw. sorgen schon dafür, das man sich in der Höhe an die Umgebung “angepasst” wird und man nicht wie in einer Kuhle sitzt.20151202_151642 Kopie

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Es wurden die Löcher für den Revisionsschacht, die Zisterne ausgehoben, die Erde für Garagenauffahrt, Terrasse und ringsrum ums Haus abgetragen und eingeschottert. Die Rohre für Regenwasser, Kanalisation und Abwasser wurden eingebracht.

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